Willkommen beim Kirchenchor Steinen!

Nächster Auftritt

Sonntag, 17. März 2019

9.15 Uhr Gottesdienst, Pfarrkirche Steinen

Engelschor – aus Oratorium „Goldauer Bergsturz“

Als gesanglicher Höhepunkt wird im Hauptgottesdienst vom Sonntag, 09.15 Uhr in der Pfarrkirche Steinen, der Engelschor aus dem Oratorium „Der Bergsturz“ aufgeführt. Das gesamte Oratorium wurde von Sr. Hedwigis Mettler (1894 – 1973),

aufgewachsen im Aeschi in Goldau, für einen Frauenchor geschrieben. Die Uraufführung fand im Jahre 1928 statt, letztmals aufgeführt zum 200-Jahr-Gedenktag des Bergsturzes im Jahre 2006 in den Pfarrkirchen Goldau und Arth. Die

vier Solistinnen unseres Chores Regula Annen und Martha Tschümperlin (Sopran) sowie Petra Lussmann und Yvonne Reichmuth (Alt) werden den „Engelschor“ aus diesem Oratorium aufführen. Irgendwann nach dem gewaltigen, Angst einflössenden Getöse des Bergsturzes herrschte Stille - Totenstille. Diese unheimliche Stille wurde mit dem Engelschor aus der himmlischen Ferne langsam gebrochen. Er wird originalgemäss lateinisch gesungen, seine deutsche Übersetzung: „Die

Gerichte des Herrn sind wahrhaft, gerechtfertigt in sich selber. Doch über das Gericht geht die Barmherzigkeit, und die Treue des Herrn währt ewig“. Gericht – Barmherzigkeit – und als Krönung die bevorstehende Auferstehung, der Engelschor passt wunderbar in die Fastenzeit.

Die übrigen Lieder werden vom gesamten Kirchenchor auf Deutsch gesungen:

O Herr erbarm dich über uns (F.Mendelssohn), Seht, Brot und Wein (P. Reulein), Aus tiefer Not schrei ich zu dir (F.Mendelssohn) und Gott sei stets in mir (M. Acher).

Dabei bleibt auch genügend Raum für den gemeinsamen Volksgesang.

Chorleitung und Orgelspiel werden von Margret Käser wahrgenommen.


Diabelli-Messe zum Üben

Messe in F, Orgelsolo-Messe op. 49, Aufnahmen vom Kirchenchor Steinen, 2009

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1 Kyrie Diabelli 09.mp3
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2 Gloria Diabelli.mp3
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3 Sanctus Diabelli.mp3
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4 Benendictus Diabelli.mp3
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5 Agnus Dei Diabelli.mp3
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Terra tremuit, et quievit,
dum resurgeret in judicio Deus.  (Psalm 76)

Die Erde erbebte und sie verstummte,
als Gott zum Gericht aufstand.


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Übungsdatei zum Anhören
Paul Huber - Terra tremuit.m4a
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100 Jahre Kirchenchor Steinen – und erst der dritte Dirigent

Besonderheiten und Episoden aus der 100-jährigen Vereinsgeschichte

Der Kirchenchor Steinen wurde im Jahre 1918 gegründet, war seither immer aktiv und hat in seinen 100 Jahren rekordverdächtig nur 3 Dirigenten gehabt:

 

 1918 – 1961: Lehrer Josef Rickenbacher sel. („Chrümpisser“), Vater des Künstlers Josef Rickenbacher sel., Steinen

 1961 – 2015: Otto Tschümperlin, Schwyz, er hat mit insgesamt 54 Jahren mehr als die Hälfte des Vereinslebens den Chor geleitet.

2015 – heute: Margret Käser, Koppigen / Schwyz

 

Dem Kirchenchor Steinen haben in den vergangenen 100 Jahren insgesamt 311 Sängerinnen und Sänger angehört, nämlich 38 aktive, 102 ehemalige und 171 verstorbene Mitglieder.

 

Erste Frau als Präsidentin des Kirchenchors: 1993 - 1997 Marie Auf der Maur-Muheim. Sie ist heute mit 66 Mitgliedsjahren das amtsälteste Mitglied.

Es dauerte jedoch bis ins Jahr 2004, ehe der erste Mann zum Aktuar gewählt wurde. 

 

Im Kriegsjahr 1941, zur Zeit der Treibstoffrationierung, führte die Vereinsreise über den Klausenpass.

Zitat aus dem damaligen Reisebericht:

„Dieses Jahr wagten wir wieder auszufliegen, trotz Krieg und Benzinmangel mit einem wundervollen Autobus mit Radio und Lautsprecher. …. Ziemlich ruhig verlief die Fahrt bis nach Flüelen, wo unser Reiseführer per Telefon das Mittagessen bestellte, und der Chauffeur den Wagen frisch mit Holz versah.“

Vereinsreisen, Radio und Lautsprecher sind geblieben und haben sich weiterentwickelt, die Holzvergaser-Motoren sind (fast?) gänzlich verschwunden.

 

Eine Episode, die den Wandel der Zeit aufzuzeigen vermag: Otto Tschümperlin, der junge Dirigent zu Beginn der 60-er Jahre und noch ohne Auto, sollte von Alois Schibig sel. mit seinem „Messerschmitt“ (dreirädriger Doppel- bis Dreiplätzer mit Glaskuppel) zur Chorprobe abgeholt werden, was durch die grosse Schneemenge verunmöglicht wurde. Kurzerhand sattelte Otto sein Pferd, ritt von Schwyz durchs Chämiloch nach Steinen, band das Pferd in Beffa David's Stall (heute Husmatt), leitete die Probe, und ritt wieder heim. So einfach war das damals.

 

Während einer Chorprobe in jüngerer Zeit ging plötzlich das Licht aus, alle verstummten. Was ist los, Stromausfall? Nein, in den umliegenden Häusern brannte das Licht. Ein Blick ausdem geöffneten Fenster brachte Klarheit: „Uuf tue“, tönte es von unten herauf.Die Türe für den verspätet eingetroffener Sänger war nämlich per Automatbereits verschlossen. Mit dem fachmännischen Kappen der Stromzufuhr machte dervor verschlossener Tür stehende Sänger auf sich aufmerksam. „Ich ha doch au nuwölle gu probe“, so seine einleuchtende Begründung für sein aussergewöhnliches,aber wirkungsvolles Handeln.